1977 Chevrolet Malibu

Mein Chevrolet Malibu Station Wagon hat Ende 2018 einen neuen Besictzer gefunden. Er ist nicht weg, nur woanders zu finden.


Der Chevrolet Malibu war das Brot-und-Butter-Auto von Chevrolet in den 60er und 70er Jahren. Als Midsize Car löste er die Fullsize-Straßenkreuzer der 50er und frühen 60er Jahre ab. Innerhalb des GM-Konzern teilte der Malibu sich die Platform mit einer ganzen Reihe ähnlicher Fahrzeuge, z.B. dem Buick Century, Chevrolet El Camino und Monte Carlo, Oldsmobile Cutlass, Pontiac Grand Prix und LeMans. Kam die erste Generation (1964 - 67) noch mit dem 396 ci Big Block als hubraumstärkstem Aggregat, fand das 454 ci-Kraftwerk ab 1968 den weg in den riesigen Motorraum der zweiten Generation (1968 - 72).

Für die dritte Generation (1973 - 77) verschwanden die Bigblocks, übrig blieb der 350 ci V8 (5,7L)und kleinere Motoren - Tribut an die sich ändernden Zeiten und das aufkommende Umweltbewusstsein. Die USA waren uns Europäern in dieser Hinsicht immer um 10 Jahre voraus. Von einem "Catalytic Converter", der ab 1975 in den USA schon verpflichtend verbaut wurde, hat man damals in unseren Breitengraden bestenfalls mal gehört.

Dieses Auto stammt aus dem letzten Baujahr der dritten Generation und zeichnet sich durch die Ausstattung "Classic" aus. Kennzeichnend für dieses Ausstattungspaket sind die übereinander angegeordneten rechteckigen Scheinwerfer, die bei gleicher Fahrzeugbreite einen wuchtigeren Kühlergrill möglich machten. Befeuert vom o.g. 350 ci V8 wartet das Fahrzeug mit sagenhaften 177 hp auf, leistungsmäßig angeordnet in der Kategorie VW Käfer (31PS/Liter), jedenfalls bezogen auf den Hubraum. Aufgrund der geringen Leistung wird dem Motor allerdings ein ewiges Leben nachgesagt.

Gekauft von einem Pensionär in Ft. Lupton, Colorado, im Jahr 1977, befand sich das Auto bis 2015 im Besitz von dessen Familie. Erst zehn Jahre nach dem Tod des Erstbesitzers - er wurde 95 Jahre alt - entschloss sich die Familie, das Auto zum Kauf anzubieten. Unrestauriert und rostfrei, mit nur 105 tausend echten Meilen auf dem Tacho, hat es seit Anfang 2016 in Deutschland ein neue Heimat gefunden.

Hier der Nachruf auf den Vorbesitzer, gefunden auf der Website eines Bestattungsunternehmens in Ft. Lupton: